"Den Gegner in die Ecke treiben"
Bei der heutigen Pressekonferenz gab DSC-Trainer Stefan Krämer Auskunft über die kurze Trainingswoche und das morgige Nachholspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.
Fit gemeldet für das Spiel in der BRITA-Arena hat sich
Alexander Krük, er wird ebenso wieder in den Kader rücken wie Manuel Hornig.
Der 29-Jährige saß gegen Regensburg seine Gelbsperre ab. Tim Jerat
(Muskelfaserriss in der Wade) und Christopher Kullmann
(Nasennebenhöhlenvereiterung) treten die Reise nach Wiesbaden dagegen nicht mit
an.
Das Training passte Krämer dem zeitlichen Rahmen dieser
Woche an. Am Sonntag stand eine zweigeteilte Einheit an. Die tags zuvor
eingesetzten Spieler liefen aus, für den Rest stand eine intensive Einheit auf
dem Programm. Am heutigen Montag
standen vor allen Dingen Abschlusssituationen auf dem Programm.
Dem SV Wehen Wiesbaden will Krämer offensiv entgegen treten.
„Wir wollen wieder offensiv und aggressiv auftreten, an die ersten 60
Minuten aus dem Regensburg-Spiel anknüpfen. Das 4-1-4-1-System ist dabei nicht
unwahrscheinlich, am Samstag stand uns diese Grundordnung gut zu Gesicht",
verriet der 44-Jährige. Denkbar ist, dass Felix Burmeister nach seiner ordentlichen
Leistung auch nach der Rückkehr von Manuel Hornig in der Mannschaft bleibt.
„Felix Burmeister hat eine starke Leistung gezeigt. Es ist durchaus möglich,
dass Thomas Hübener, Manuel Hornig und Felix Burmeister zusammen auflaufen",
deutete Krämer an.
Dass der SV Wehen Wiesbaden mit Peter
Vollmann seit dem vergangenen
Donnerstag einen neuen Trainer an der Seitenlinie hat, spielt für Krämer nur
eine untergeordnete Rolle: „Wehen ist nach dem Trainerwechsel und der deftigen
Niederlage gegen Sandhausen wie ein angeschlagener Boxer. Entweder sie
berappeln sich, zeigen eine Trotzreaktion und sind richtig gefährlich, oder wir
lassen es gar nicht so weit kommen, treiben sie in die Ecke und drücken ihnen
unser Spiel auf", gibt Krämer seiner Mannschaft mit auf den Weg.
Ärgerlich findet es Krämer dagegen, dass mit Ex-Armine Nico
Herzig und Benjamin Hübner zwei wichtige Defensivakteure ihre Sperren nach dem
Spielausfall vor anderthalb Wochen nun gegen Sandhausen abgesessen haben und
für das morgige Spiel zur Verfügung stehen. „Beide sind wichtig für die
Mannschaft, gerade von Benjamin Hübner halte ich sehr viel. Dennoch ist es
egal, wer morgen für Wiesbaden aufläuft. Peter
Vollmann hat viele individuell
starke Spieler im Kader. Unsere Aufgabe ist es, zu verhindern, dass
ausgerechnet gegen uns eine echte Mannschaft daraus wird", verriet Krämer.
Vor der Saison handelten viele Trainer den SV Wehen
Wiesbaden aufgrund der individuellen Stärke als ersten Aufstiegsaspiranten.
Derzeit steht die Mannschaft auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz und
liegt einen Punkt hinter dem DSC. Eine
Schlüsselposition im Mittelfeld nimmt mit Zlatko Janjic ein weiterer ehemaliger
Bielefelder ein. Der 25-Jährige durchlief seit 2001 die Jugendmannschaften des
DSC, bevor er im Sommer 2010 nach Wiesbaden wechselte. Im Herbst suspendierte
ihn Ex-Coach Gino Lettieri, aber Janjic kämpfte sich mit starken Leistungen in
der zweiten Mannschaft und im Training zurück.

















