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Foto: DSC/Placke
20.02.2012

"Den Gegner in die Ecke treiben"

Bei der heutigen Pressekonferenz gab DSC-Trainer Stefan Krämer Auskunft über die kurze Trainingswoche und das morgige Nachholspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.


Fit gemeldet für das Spiel in der BRITA-Arena hat sich Alexander Krük, er wird ebenso wieder in den Kader rücken wie Manuel Hornig. Der 29-Jährige saß gegen Regensburg seine Gelbsperre ab. Tim Jerat (Muskelfaserriss in der Wade) und Christopher Kullmann (Nasennebenhöhlenvereiterung) treten die Reise nach Wiesbaden dagegen nicht mit an.

Das Training passte Krämer dem zeitlichen Rahmen dieser Woche an. Am Sonntag stand eine zweigeteilte Einheit an. Die tags zuvor eingesetzten Spieler liefen aus, für den Rest stand eine intensive Einheit auf dem Programm. Am heutigen Montag standen vor allen Dingen Abschlusssituationen auf dem Programm.

Dem SV Wehen Wiesbaden will Krämer offensiv entgegen treten. „Wir wollen wieder offensiv und aggressiv auftreten, an die ersten 60 Minuten aus dem Regensburg-Spiel anknüpfen. Das 4-1-4-1-System ist dabei nicht unwahrscheinlich, am Samstag stand uns diese Grundordnung gut zu Gesicht", verriet der 44-Jährige. Denkbar ist, dass Felix Burmeister nach seiner ordentlichen Leistung auch nach der Rückkehr von Manuel Hornig in der Mannschaft bleibt. „Felix Burmeister hat eine starke Leistung gezeigt. Es ist durchaus möglich, dass Thomas Hübener, Manuel Hornig und Felix Burmeister zusammen auflaufen", deutete Krämer an.

Dass der SV Wehen Wiesbaden mit Peter Vollmann seit dem vergangenen Donnerstag einen neuen Trainer an der Seitenlinie hat, spielt für Krämer nur eine untergeordnete Rolle: „Wehen ist nach dem Trainerwechsel und der deftigen Niederlage gegen Sandhausen wie ein angeschlagener Boxer. Entweder sie berappeln sich, zeigen eine Trotzreaktion und sind richtig gefährlich, oder wir lassen es gar nicht so weit kommen, treiben sie in die Ecke und drücken ihnen unser Spiel auf", gibt Krämer seiner Mannschaft mit auf den Weg.

Ärgerlich findet es Krämer dagegen, dass mit Ex-Armine Nico Herzig und Benjamin Hübner zwei wichtige Defensivakteure ihre Sperren nach dem Spielausfall vor anderthalb Wochen nun gegen Sandhausen abgesessen haben und für das morgige Spiel zur Verfügung stehen. „Beide sind wichtig für die Mannschaft, gerade von Benjamin Hübner halte ich sehr viel. Dennoch ist es egal, wer morgen für Wiesbaden aufläuft. Peter Vollmann hat viele individuell starke Spieler im Kader. Unsere Aufgabe ist es, zu verhindern, dass ausgerechnet gegen uns eine echte Mannschaft daraus wird", verriet Krämer.

Vor der Saison handelten viele Trainer den SV Wehen Wiesbaden aufgrund der individuellen Stärke als ersten Aufstiegsaspiranten. Derzeit steht die Mannschaft auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz und liegt einen Punkt hinter dem DSC. Eine Schlüsselposition im Mittelfeld nimmt mit Zlatko Janjic ein weiterer ehemaliger Bielefelder ein. Der 25-Jährige durchlief seit 2001 die Jugendmannschaften des DSC, bevor er im Sommer 2010 nach Wiesbaden wechselte. Im Herbst suspendierte ihn Ex-Coach Gino Lettieri, aber Janjic kämpfte sich mit starken Leistungen in der zweiten Mannschaft und im Training zurück.


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