Deutsche Version English-Version
Arminia-EV Online-Ticket Online-Shop Arminia VIP Der 12. Mann Arminis Schüco Arena

Get Adobe Flash player

Foto: Thomas F. Starke
22.09.2009

"Sich mit den Besten messen zu dürfen"

Arminias neuer U17-Trainer Tim Daseking über den Reiz "Junioren Bundesliga" und die kleine Kunst, drei Dinge unter einen Hut zu bekommen.


Du kamst vor der Saison vom VfL Theesen zu Arminia. Wie hast du persönlich die ersten Monate in deinem neuen Umfeld erlebt?
Natürlich ist das schon ein großer Sprung gewesen, aber ich bin insgesamt hoch zufrieden. Mir macht die Arbeit hier riesig Spaß. Alles ist viel professioneller, die Arbeit im Team deutlich anspruchsvoller. Selbstverständlich muss sich das alles erstmal einspielen, aber das wird von Tag zu Tag besser und aus meiner Sicht kann es so weitergehen.

Wie groß war der Sprung für dich als Trainer aus der B-Jugend Westfalenliga in die Junioren Eliteliga und worin liegen die Unterschiede?
Für die Spitze der Westfalenliga gilt schon, dass diese Teams gegen die unteren Mannschaften der Bundesliga mithalten könnten. Zu den Etablierten der Liga ist der Sprung natürlich enorm, das haben wir ja gerade am eigenen Leib erfahren müssen. Dennoch sind es diese Duelle, die den Reiz ausmachen: sich mit den Besten messen zu dürfen.

Wie kam der Kontakt zu Arminia zu Stande?
Der Kontakt bestand schon seit längerem. Natürlich ist es dann immer auch eine Frage, in wie weit man bereit ist, andere Sachen für diesen Job einzuschränken. Ich spiele ja selbst noch aktiv Fußball. Beim VfL Theesen hatte ich über Jahre die Möglichkeit, mich auf sehr hohem Niveau als Trainer zu entwickeln. Aber die Aufgabe Arminia wollte ich auf jeden Fall wahrnehmen und musste nicht lange überlegen und habe zugestimmt.



Beim VfL Theesen kickst du nebenbei noch aktiv in der Landesliga. Lassen sich Spieler- und Trainerkarriere grundsätzlich noch vereinbaren?
Natürlich muss das alles im Paket passen. Der Trainerjob nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch, lässt sich aber mit dem Studium vereinbaren. Wenn es die Zeit zulässt, habe ich nebenbei sogar noch die Möglichkeit selber zu spielen - natürlich stark eingeschränkt. Dennoch bin ich mit der Situation jetzt sehr zufrieden. Zuletzt hatte ich allerdings wegen einer Bänderverletzung eine Pause - die ich mir im Spiel gegen Arminias dritte Mannschaft zugezogen habe. Wie das dann manchmal halt so ist ... (lacht).

Mit 25 Jahren ist der Altersabstand zu deinen Spielern noch nicht all zu groß. Bist du eher der Kumpeltyp oder achtest du auf Autorität?
Da probiere ich eine gesunde Mischung zu finden. Das was man macht, sollte man auch authentisch rüberbringen. Natürlich kann man nicht immer mit dem Hammer drauf hauen - gerade nach so Rückschlägen wie das 2:5 gegen Leverkusen. Es gilt dann abzuschätzen, inwiefern jeder einzelne den Druck verkraften kann und ihn dann vielleicht auch mal im Einzelgespräch zur Seite zu nehmen. Aber natürlich gibt es auch Situationen, wo lautere Ansprachen angebracht sind.

Welche Perspektiven siehst du für den aktuellen U17 Kader?
Ich denke, dass wir schon einige hochtalentierte Spieler im Kader haben, dass belegen ja auch die Abstellungen zu den Nationalmannschaften und zur Westfalenauswahl. Wie sich diese Entwicklung weiter vollziehen, lässt sich natürlich nur sehr schwer voraussagen. Wie sind bemüht, diesen Reifeprozess der Spieler zu fördern. Ich traue das durchaus einigen zu, das ist bei Arminia in der Vergangenheit ja auch schon öfters passiert, eigene Nachwuchsspieler im Profibereich zu integrieren. Wünschenswert ist das. Bis in den Seniorenbereich ist es schon noch ein Entwicklungssprung, aber ohne mich dabei zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich es durchaus einigen von meinen Jungs zutrauen.

Was wünscht du dir für diese Saison?
Wir wollen natürlich möglichst viele Punkte sammeln, das ist klar. Dazu versuchen wir aber auch, dass sich unsere Spieler außerhalb des Platzes weiterentwickeln. Als Trainer ist man bestrebt, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Spieler den Sprung in die nächste Altersstufe schaffen. Und vielleicht dann auch später in unseren Profibereich. Dennoch wird Teamentwicklung immer auch an Platzierungen gemessen, daher denke ich, dass ein Platz im Mittelfeld für meine Mannschaft realistisch ist. Maßgeblich entscheidend ist dabei auch, inwieweit man von Verletzungen verschont bleibt und wie es gelingt „Aha"-Effekte, wie gegen Gladbach (1:0-Erfolg), umzusetzen.


Schüco
Saller
KrombacherStadtwerke Bielefeld AlpecinBPI solutionscinemaxx
Coca-ColaGerry Weber
NWProdiac
Sparkasse BielefeldWestfalenblatt